Wie klappt ein Generationswechsel?

Das hat sich der Oberbergische Anzeiger in der heutigen Ausgabe auch gefragt. Am Beispiel der Werbeproduktur Simons zeigt er auf, wie es funktionieren kann.

Was sind also die Geheimnisse eines funktionierenden Übergangs? Naturgemäß haben Vorgänger und Nachfolger unterschiedliche Sichten. Die Senioren:

  • Übergeben bedeutet loslassen mit allen Konsequenzen. Ihr müsst wirklich bereit sein, Euer “Baby” abzugeben. Und das inklusive der damit verbunden “Macht”, Dinge sofort zu entscheiden und Anweisungen zu erteilen. Lehnt Euch zurück, das kann auch sehr entlastend sein.
  • Euer Nachfolger wird Fehler machen. Er (oder sie) muss Fehler machen, um zu lernen. Hier gilt es, Ruhe zu bewahren. Also einfach zusehen, wie der Nachfolger ins Unglück rennt? Nein, natürlich nicht. Der gute Rat ist wichtig, nur nicht als Dauerschleife oder gar als Anordnung.

Die nachfolgende Generation:

  • Es ist wenig hilfreich, wenn Du die Leistung Deines Vorgängers mit Füßen trittst. Der heutige Zustand des Unternehmens ist das Ergebnis eines ganzen Berufslebens. Da steckt viel Lebenszeit drin, Engagement, Entbehrungen, Mut und Schweiß. Entsprechend groß ist die emotionale Bindung und die Verletzlichkeit. Hier ist Respekt angesagt!
  • Seid lernbereit! Da gibt es ein riesiges Erfahrungsreservoir, dass Ihr nur anzapfen müsst. Für den Senior gibt es häufig nichts Schöneres, als Wissen weiterzugeben. Nutzt es!

Und schließlich für beide:

  • Es wird zum Streit kommen. Fast sicher. Zwischen “Warum lassen wir es nicht so, es läuft doch!” und “Wir müssen das alles ändern!” klafft eine zu große Lücke, als dass es ohne Reibung ablaufen kann. Bitte vermeidet Verletzungen beim Streit, die nachher nicht mehr zu heilen sind. Wenn es gar nicht geht, sucht Euch Unterstützung durch einen Berater oder Mediator.

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